Fachstelle Bildung / AVIG-Vollzug / FAQ / Gleichwertigkeit nach Art. 119b AVIV
 

Frage 1
Ich arbeite als Personalberater/-in auf einem RAV. Was muss ich unternehmen, um gemäss Richtlinien zur Umsetzung von Art. 119b AVIV einen Antrag zur Erlangung der Gleichwertigkeit einreichen zu können? 
Antwort
In den ab 2009 gültigen Richtlinien zur Umsetzung von Art. 119b AVIV wurde die Möglichkeit zur Erlangung einer verbandsinternen Gleichwertigkeit stark eingeschränkt: „Kann in Einzelfällen aufgrund besonderer Verhältnisse nachgewiesen werden, dass die erforderlichen Kompetenzen auf anderem Weg erworben wurden, kann der Leiter/die Leiterin der kantonalen Arbeitsmarktbehörde beantragen, dass auch andere Ausbildungen und Berufserfahrungen als gleichwertig anerkannt werden.“ Beachten Sie bitte, dass

  • der Antrag nur mit Zustimmung der Linie eingereicht werden kann (es besteht kein Recht auf Erlangung der Gleichwertigkeit)
  • ein Antrag frühestens nach einem Jahr seit Stellenantritt eingereicht werden kann (Ziffer 4 des Kommentars zu den neuen Richtlinien, abgeändert vom Bildungsausschuss mit Entscheid vom 11.06.09 und Inkrafttreten 01.07.09)
  • vor dem Einreichen des Antrags samt Unterlagen eine Online-Kompetenzeinschätzung vorgenommen werden muss (Selbsteinschätzung des PB, Fremdeinschätzung durch vorgesetzte Person). 

Siehe insb. Ziffer 2.2 der Richtlinien und Ziffern 4-6 des Kommentars zu den Richtlinien.

Frage 2
Wie lange muss ich als RAV-Personalberater/-in arbeiten, bevor ein Gleichwertigkeitsantrag überhaupt gestellt werden kann?
Antwort
Der Bildungsausschuss hat aufgrund der Vernehmlassung zu den Richtlinien diese Frist auf drei Jahre festgesetzt. Aufgrund der erfolgten Rekrutierungswelle hat der Bildungsausschuss nun mit Entscheid vom 11. Juni 2009 diese Frist per 1. Juli 2009 auf ein Jahr reduziert, siehe Ziffer 4 des Kommentars zu den per 1. Januar 2009 in Kraft getretenen Richtlinien. An der Priorisierung der Ausbildung zum FA HR ändert dies nichts.